Häuserkampf (brand eins)

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„Wir kamen mit dem Auto, immer morgens um halb neun. Auf dem Weg waren wir meistens still. Tagsüber mussten wir genug reden. Wir suchten uns einen Parkplatz, guckten auf ein neues, unverbrauchtes, meist idyllisches Schweizer Dorf in der Juni-Sonne, tranken Kaffee, und dann ging sie los, die Jagd nach Spenden. Wie Soldaten bekamen wir eine Karte unseres Einsatzgebietes. Jeder umrandete in Rot all die Häuser, bei denen man klingeln sollte. Gut waren Einfamilienhäuser, mittlere Preisklasse, möglichst dicht beieinander gelegen.“

brand eins, Juli 2017, S. 120-122