Der Köder (brand eins)

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„Upton – äußerlich eher der Typ Rugbyspieler als Computernerd – hat sich das Programmieren selbst beigebracht, als Teenager auf einem BBC Micro, einem der ersten erschwinglichen britischen Heimcomputer. Der Micro sah aus wie eine zu groß geratene Tastatur, hatte 700-mal weniger Rechenleistung als ein mittelmäßiges Smartphone von heute und kostete gebraucht 220 Britische Pfund. Upton war elf Jahre alt, als er sich den Computer vom Ersparten kaufte. Im Haus seiner Eltern hatte er bereits mit zehn sein erstes kleines Spiel auf dem Computer seines Vaters geschrieben. Mit 18 bewarb er sich für das Studium in Cambridge und war kein bisschen überrascht, als man ihn tatsächlich annahm. „Ich war arrogant und vorlaut und dachte, ich wüsste schon alles übers Programmieren. Natürlich stimmte das nicht. Aber es war eine gute Voraussetzung.“

brand eins, Juli 2016, S. 58-62